Nach der Kreativreise: Vom Umgang mit dem erworbenen Wissen

360 Tage Alltag, dann fünf Tage High-Speed-Lernen und schließlich geht das tägliche Leben wieder los. Wie schaffen wir es nur, die erworbenen Fähigkeiten in unseren Alltag einzubauen? Hier ein paar Tricks.

Die Kuh kann auch nicht alles an einem Tag fressen.

Die Kuh kann auch nicht alles an einem Tag fressen.

Eine sehr häufige Aussage in der Abschlussrunde eines kreativen Seminars lautet: „Das war toll. Ich habe so viel gelernt – aber ich habe keine Ahnung, wie das alles in meiner Arbeit (oder meinem Hobby) umsetzen kann. Das ist nächste Woche sicher alles weg.“ Als Seminarleiter kann man bei einem solchen Feedback zwar froh sein – aber für die Teilnehmer ist das unbefriedigend. Eine Foto-Tour oder eine Schreibreise kostet ja nicht nur viel Geld sondern auch kostbare Lebenszeit. Sie soll nicht nur inspirieren sondern auch konkret das Leben, die Arbeit oder das Hobby verbessern. Hierfür können Kursleiter und Teilnehmer einiges tun.

5 Tipps zum Sichern des gelernten Wissen:

  1. Alltagstaugliche Häppchen: Gerade sehr kreative Fotografen oder Autoren nehmen ihre Teilnehmer zwar mit auf ihre innere Reise durch ihr Innerstes. Doch sie können es sich schon gar nicht mehr vorstellen, wie Hobby-Fotografen noch mit den Einstellungen ihrer Kamera kämpfen. Doch genau das sollten sie: Alle Seminar-Inhalte sollten so portioniert und nachvollziehbar sein, dass sie auch von den Lernenden nachvollzogen werden können. (Falls der Kursleiter das nicht tut, sollten die Teilnehmer keine Angst vor Fragen haben).
  2. Checklisten, Übersichten schriftlich: Auch, wenn es ums Fotografieren oder ums Schreiben geht, ein Skript mit den wichtigsten Botschaften oder Herangehensweisen ist sinnvoll. Fall der Kursleiter keines solches verteilt, müssen die Teilnehmer sich die gehörten Kernbotschaften und Erkenntnisse selbst aufschreiben.
  3. Markieren, Zurücklegen: Welche Punkte, welche Abläufe oder Herangehensweisen waren wirklich neu? Und vielleicht überraschend? Diese sollten unbedingt in den Aufzeichnungen für die Nachbearbeitung markiert und hervorgehoben werden. Nur dann sind sie nachher auch wieder schnell auffindbar.
  4. Nachbearbeitung: Vielleicht im Zug nach Hause oder am nächsten Abend im Sessel – ein Seminar, das nicht nur zur Inspiration sondern auch zur Wissensvermittlung besucht wurde, sollte noch einmal Revue passiert werden. Die Seminar-Unterlagen müssen durchgeblättert und die Ergebnisse (z.B. Fotos oder Texte) noch einmal gesichtet werden. Das ist nicht nur hilfreich – sondern macht auch ganz besonders viel Spaß
  5. Umsetzung in kleinen Portionen: Der vielleicht wichtigste Tipp bei der Umsetzung des Gelernten! Statt beim nächsten Fotoausflug alles, wirklich alles, was du gelernt hast, zu beachten, nimm dir ein Element heraus, übe dieses und fotografiere dann wieder ohne großen Anspruch. Erst dann ist das nächste Lern-Element dran und so weiter. Das gleiche gilt natürlich auch für Schreibkurse und alle anderen kreativen Lerninhalte.

Oder, anders gesagt: Versuche nicht alles an ersten Tag zu lernen und dir zu merken. Sichere das Wissen schriftlich und gewöhne dich dann nach und nach an die neuen Erkentnisse. Viel Erfolg dabei!

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