Online-Kurs statt Kreativreise?

Rational betrachtet ist die Reisebranche ist vom Corona-Virus in Quarantäne gesteckt worden. Und damit auch alle, die Kreativreisen anbieten: Diese werden abgesagt oder nicht mehr mit gutem Gewissen veranstaltet. Was tun?

kreativ online

Chancen nutzen!

Es ist schlimm! Während es für TeilnehmerInnen sehr ärgerlich ist, wenn Reisewarnungen und Absagen die Kreativreise zunichtemachen – ist das für die Veranstalter teils eine Katastrophe. Wie lange dauert es, bis Veranstalter von Seminaren und Reisen rund um Fotografie, Schreiben oder andere kreative Disziplinen um das Überleben kämpfen? Für uns gibt es keine Krankschreibung und keine Wirtschaftshilfen.

Und trotzdem: Wir, das kleine Team von kreativreisen.de sitzt gerade im Home-Office und hat endlich mal die Zeit, die wir uns schon so lange gewünscht haben. Natürlich drückt die Angst vor den finanziellen Konsequenzen die Stimmung. Doch – andererseits – haben wir nun Zeit um die Ideen umzusetzen, die wir schon länger haben.

Vielleicht sind es genau diese Ideen, die uns in einigen Jahren als Glücksfall erscheinen? 🙂

Je mehr Fragen du mit “ja” beantworten kannst, umso wahrscheinlicher ist, dass du ab heute ein mehr digitalisieren könntest:

  • Ich bin in meiner kreativen Arbeit wirklich gut
  • Ich kann didaktisch gut vermitteln, wie man das lernt
  • Meine TeilnehmerInnen schätzen meine Präsenz-Seminare und Workshops
  • Ich vermittle nicht nur Praxis, sondern auch Theorie
  • Zu meinen Konkurrenten gehören Anbieter von Online-Seminaren
  • Ich habe schon seit einiger Zeit die Idee, ein Buch oder einen Online-Kurs zu produzieren

Ich gebe zu: Auch ich murmle so oft “ja” bei diesen Fragen, dass ich endlich einen Online-Kurs anbieten sollte. Aber zuvor möchte ich euch noch die Möglichkeiten zeigen, die es derzeit gibt. Denn als Online-Marketer und digitaler Arbeiter habe ich mich genau darüber intensiv informiert.

Was können kreative Köpfe jetzt anbieten?

Ich gebe viele Kurse zum Schreiben und zur Kreativität. Und ich liebe es, mit den TeilnehmerInnen eine gute Zeit zu verbringen und ganz persönlich auf ihre Fragen und Ziele einzugehen. Ich denke, nichts bringt uns in unserem kreativen Schaffen schneller voran, als eine kreative Umgebung (die ein Computer in aller Regel nicht ist) und mit anderen, kreativen Menschen. Nun, sonst hätten wir nicht mit so vielen Mühen diese Plattform aufgebaut.

Doch manchmal geht es nicht anders. Und, ehrlich gesagt: Es gibt Inhalte und Aufgaben, die online vermittelt werden können. Ich selbst erwische mich, wie ich Webinare besuche und Selbstlernkurse buche. Denn für einige Tage an einen schönen Ort zu reisen, um etwas zu lernen, ist die Königsdisziplin – aber im hektischen Leben das auch ohne Coronavirus nicht immer real.

Deshalb habe auch ich mich entschieden, das Feld der “Online Weiterbildung” nicht anderen zu überlassen. Hier einige Gedanken, was ich als gute Möglichkeiten sehe, um auch “Kreativität” online zu vermitteln. Nichts davon ist eine klare Empfehlung, keine Plattform oder Technik ist etwas, was eben mal so eingesetzt werden kann. ABER: Lasst es uns ausprobieren!

Wer kreativ ist, darf auch die Weiterbildung kreativ denken!

Online-Learning Plattformen

Es gibt Anbieter, die sich speziell auf Online-Learning spezialisiert haben. Die Plattform Udemy ist davon die größte und bekannteste. Ich schätze, das ist ein sehr großer Markt und es gibt viele kleinere Konkurrenten. Schau doch bei Udemy nach deinem Kreativ-Thema. Fällt dir was auf? Du fehlst dort!

Vor einigen Jahren schon habe ich mich dort angemeldet, weil ich einen Kurs erstellen wollte. Daraus wurde nichts. Aber ich fand damals den Funktionsumfang wirklich großartig. Mit Text, Downloads, Bild und Video kannst du deine TeilnehmerInnen durch deine Welt führen. Vermutlich sind auch Chat oder E-Mail-Betreuung möglich. Also eine runde Sache.

Hinzu kommt: Natürlich findet auch Google solche Plattformen gut – Udemy schaltet sogar Anzeigen, zum Beispiel für “Online Kurs Fotografie”. Das würde sich für dich selbst vermutlich nicht lohnen… Für Marketing sorgt also der Anbieter.

Noch ein Vorteil dieser Onine-Learning Plattformen: Diese haben eine eingebaute Bezahlfunktion. DU kannst enscheiden, wie viel dein Kurs wert ist und was die TeilnehmerInnen zahlen wollen/sollen. Für die Abwicklung sorgt dann Udemy.

Der Nachteil: Diese Plattformen beanspruchen natürlich einen Teil der Gebühren für sich. Und das kann inklusive der Bereitstellung der Zahlung und des Marketings schon eine Menge Geld sein. Und natürlich ist es ein erheblicher Aufwand einen ganzen Online-Kurs zu erstellen und ihn dann zwischen die Konkurrenz, die auf Udemy schon ist, zu zwängen. Aber vielleicht lohnt es sich?

Webinare (kostenlos + gegen Gebühr)

Ein sehr einfacher und sehr persönlicher Weg, mit TeilnehmerInnen online zu kommunizieren sind Webinare zum Beispiel über Anbieter wie GoToWebinar. Das funktioniert – grob zusammengefasst – etwa so:

  • Du buchst dir einen virtuellen “Raum”,
  • lädst du deine TeilnehmerInnen ein,
  • diese melden sich an und
  • zum vereinbarten Termin trefft ihr euch dort.

Dann bist du per Live-Übertragung in deren Wohnzimmer, kannst Materialien zum Download bereitstellen und die Seminar-Gruppe auch per Chat oder gar per Audio-Chat einbeziehen. Nach dem Webinar kann alles zum Download angeboten werden – falls du das möchtest. Du brauchst vorher einen Plan, evtl. eine Präsentation und die technischen Möglichkeiten (also z.B. ein Notebook mit Kamera und ein wenig Erfahrung). Alles kannst du natürlich vorher testen.

Das ist eine einfache und für SeminarleiterInnen mit Sprecherfahrung (und einer Kamera) spontan einsetzbare Möglichkeit. Etwa GoToWebinar nutzt die weit verbreitete Software GoToMeeting, die viele schon durch Ihre Arbeit auf dem Rechner haben.

Natürlich kannst du auch Skype, Google Hangouts oder Zoom als Webinar-Software nutzen. Das Problem ist hier allerdings die Kontrolle der TeilnehmerInnen: In GoToWebinar geht alles auf Einladung und diese kann auch z.B. mit dem Bezahlen einer Gebühr verbunden werden. Es gibt auch größere “Räume” bei der die Anmeldung und Bezahlung völlig automatisch passiert. Diese Funktionen fehlen bei Skype und Google.

Selbstlernkurse

Aktuell boomen Selbstlernkurse: Hier wird z.B. auf einer Plattform wie Coachy ein kompletter Kurs erstellt – der von jedem jederzeit gebucht werden kann und zum Beispiel in einem wöchentlichen Rhythmus per E-Mail zum Teilnehmer kommt. Das heißt, du planst das so gut wie möglich und bewirbst den Kurs. Melden sich die ersten Teilnehmer an, startest du deinen Kurs, in dem vielleicht wöchentlich Inhalte vermittelt werden und du Aufgaben stellst.

Kommen in den Wochen danach neue TeilnehmerInnen dazu, bekommen die automatisiert die erste E-Mail, in der zweiten Woche die zweite E-Mail und so weiter. Ab dann läuft das fortlaufend. Du begleitest also nur den ersten Kurs – die anderen sind “Zusatzgeschäft”.

Solche Kurse scheinen dann besonders gut zu funktionieren, wenn vorab etwas kostenlos angeboten wurde (zum Beispiel ein Webinbar?) und damit die TeilnehmerInnern motiviert werden, den Kurs in den Sozialen Medien auch zu teilen.

Natürlich sind da Bezahlfunktionen in diesem Fall integriert.

Hier eine einfachere Idee: Warum das über eine komplizierte Plattform machen? Du könntest auch gute E-Mails in einem Postfach vorbereiten und regelmäßig verschicken. Das ist nichts für 1.000 TeilnehmerInnen – aber wir wollen mit unseren Inhalten doch ohnehin persönlich bleiben.

Kreativ-Coachings

Ganz besonders persönlich wird es bei Kreativ-Coachings: Traust du dir zu, eine entfernt lebende Person so zu “coachen” dass diese in vielleicht drei Monaten schöne Produktfotos oder ordentliche Kurzgeschichten produzieren kann? Was brauchst du dafür?

  • ein Konzept, wie du starten kannst,
  • die Empathie, dieses Konzept anzupassen,
  • ein Telefon,
  • ein E-Mail-Konto und
  • vielleicht einen Skype- oder anderen Bild-Konferenz-Account.

Hier geht es dann ganz um persönliche Zusammenarbeit. Ich habe das, als ich lernen wollte, mein Buch zu schreiben, bei einigen mehr oder weniger bekannten Autoren gefunden und hätte beinahe sehr viel Geld dafür bezahlt. Wer weiß, vielleicht wäre vieles anders verlaufen, wenn ich das mal getan hätte.

Die Bezahlfunktion in diesem Fall ist ganz einfach: Du schickst eine Rechnung und das Coaching beginnt, wenn diese beglichen ist.

Unser Angebot an euch

Hast du noch andere Ideen? Oder willst du nun einfach mal ein Webinar ausprobieren? Dann los! Wir können dir den Erfolg nicht garantieren und ich fühle mich auch nicht dafür verantwortlich, dass deine Inhalte in die digitale Zeit passen. Aber du kannst es mal probieren.

Bei einem können wir dir helfen: Unsere kreativreisen.de-Webseite wird von vielen Menschen besucht, die nach Kreativ-Kursen suchen. Natürlich geht es denen vor allem ums “Reisen”. Wir haben uns dazu entschlossen, eine Rubrik “Online” zu eröffnen – damit TeilnehmerInnen aber auch VeranstalterInnen die Möglichkeit haben, trotz Corona zueinander zu finden.

So geht das

Falls du schon dein Profil verwaltest, kannst du dich auf dein Profil einloggen und unter “Ziele” den Begriff “online” eingeben und die Auswahl “Kreativ online lernen” auswählen.

Danach bitte unter “Besonderheiten” beschreiben, was du genau anbieten wirst. Ich finde, die NutzerInnen sollen eine Chance haben, das auszusuchen, was ihnen gefällt.

Falls du noch kein Profil verwaltest, dann lies bitte diesen Beitrag: https://kreativreisen.de/das-eigene-profil-verwalten

Und schon geht es los!

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